Europa Albanien

Albanien ist bekannt für seine Kontraste. Obwohl das Land und die Entfernung von Stadt zu Stadt nicht groß ist, sind die Unterschiede spürbar. Für sehr lange Zeit sorgte die schlechte Infrastruktur und das schwer erreichbare Terrain für eine schwierige Kommunikation zwischen den Regionen.
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Geheimtipp mitten in Europa

Albanien – das kleine Balkanland wird von vielen immer noch komplett unterschätzt und bei der Urlaubsplanung oftmals links liegen gelassen. Wir zeigen euch das wunderschöne und ursprüngliche Albanien mit seinen einmaligen Sehenswürdigkeiten und Stränden. Ihr werdet das Land ab sofort sicher mit ganz anderen Augen sehen!

Albanien ist definitiv ein sicheres Reiseland und sollte auf deiner Bucket List stehen!

Essen & Trinken

In Albanien wird sehr viel Gemüse, Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte konsumiert. Sie werden oft in Begleitung von verschiedenen Saucen angeboten. Wie auch in anderen Mittelmeerländern, werden in Albanien Gerichte auf der Mitte des Tisches platziert, damit jeder sich das nimmt, was er möchte. Abhängig von der Region, die Sie besuchen, wird sich auch das Essen unterscheiden, das Sie probieren. Der Süden ist berühmt für den Byrek, in Zentralalbanien werden Sie den italienischen Einfluss bemerken, während der Norden bekannt für seine Fleischgerichte ist.

Raki. Der Name dieses Getränkes wird im ganzen Balkan gleich ausgesprochen, bedeutet aber nicht unbedingt das gleiche. In Albanien wird er von manchen schon zum Morgenkaffee dazu getrunken, manche trinken ihn nur beim Essen. Es gibt auch viele, die Raki nach dem Essen als Verdauungsmittel trinken.
Raki wird in verschiedenen Städten aus verschiedenen Früchten produziert, wie Weintraube, Pflaume oder Maulbeeren.
Man muss betonen, dass der albanische Raki einen hohen Alkoholprozentgehalt hat, daher sollte er behutsam konsumiert werden und ganz vermieden, falls Sie fahren müssen.
Obwohl Sie mehrere Weinsorten in Albanien finden können, werden diese nicht von höchster Qualität sein, da albanisches Terrain nicht optimal für den Weinanbau ist.
Was Bier angeht werden Sie in Albanien neben vielen anderen Sorten der Welt auch mehrere gute Nationalmarken finden: Tirana, Korça, Stela, Norga, sowie Peja (aus dem Kosovo). Die meisten sind helle Pilse.
Wasser. Es wird nicht empfohlen Wasser aus dem Hahn zu trinken, weil das Wassernetz sehr alt ist. Sie werden aber in vielen Straßen und Landwegen natürliche Wasserquellen bester Qualität und Geschmack finden.

 

 

 

Die schönsten Orte

Ihr werdet in Albanien tolle Strände und Badebuchten finden, die sehr viel unberührter und auch ursprünglicher sind als in Griechenland. Bei Urlaubern besonders beliebt ist der Küstenabschnitt im Südwesten des Landes, der auch als Albanische Riviera bezeichnet wird. Von Saranda aus zieht sich die Riviera hoch bis Vlora, wo das Ionische Meer zur Adria wird.

Saranda – Die Touristenhochburg Albaniens

Die Hafenstadt Saranda liegt im äußersten Süden von Albanien und ist ein beliebter Badeort. Vom 5 Sterne Hotel bis zur Jugendherberge gibt es hier zahlreiche unterschiedliche Unterkunftsmöglichkeiten. Doch das ist noch lange nicht alles – der Küstenabschnitt ist auch gesäumt mit Beachclubs und Restaurants. Wer in Saranda am Hafen entlang schlendert, fühlt sich eher wie in Griechenland oder Italien – nur die unfassbar niedrigen Preise erinnern einen daran, dass man doch in Albanien ist. Eine Cola am Strand kostet hier beispielsweise 1,50€, parken kann man fast überall umsonst. An anderen bekannten Urlaubsorten wäre das unvorstellbar! Auch die Strände in Saranda können locker mit anderen beliebten Urlaubszielen an der Adria mithalten.

Ein echtes Urlaubsparadies

Zudem ist Saranda auch der perfekte Ausgangspunkt für Ausflüge zum Bergsee Syri I Kalter, dem Blauen Auge von Albanien. Da auf der Strecke allerdings kein Bus verkehrt, solltet ihr euch einen Mietwagen nehmen oder mit einem Taxi für ungefähr 10€ pro Strecke fahren. Die Fahrt dauert eine gute halbe Stunde und führt euch über mehr oder weniger gut ausgebaute Serpentinen ins Landesinnere. Ein Schild weist auf den Bergsee hin, verfahren könnt ihr euch nicht. Die Eintrittsgebühr in den kleinen Park beträgt 100 Lek pro Person, was 0,80€ entspricht. Nach einem kurzen Fußweg erwartet euch die 12 Grad kalte Quelle des Bergsees, die dank ihrer Färbung den Namen „Blaues Auge“ trägt. Wenn ihr unerschrocken seid, könnt ihr hier sogar schwimmen gehen.

Der Badeort Ksamil in Albanien

Im Süden Albaniens findet ihr das Örtchen Ksamil, einen der schönsten Badeorte des ganzen Landes. Reist ihr von Saranda aus an, erreicht ihr Ksamil unkompliziert nach einer einstündigen Fahrt mit dem Bus, die euch nicht einmal 0,70€ kostet. Alternativ könnt ihr euch auch ein Taxi für knapp 10€ nehmen oder euch einen Mietwagen oder Roller in Saranda ausleihen. In Ksamil angekommen, könnt ihr die Strandabschnitte rund um den Ksamil Beach gar nicht mehr verfehlen. Sonnenliegen und Schirme könnt ihr euch direkt an den angrenzenden Tavernen ausleihen. Da es sich bei den meisten Stränden um Kies- und Steinstrände handelt, solltet ihr euch mit Schwimmschuhen ausrüsten, dann ist das Baden im klaren Wasser der Ionischen See auch gar kein Problem mehr. Direkt vor der Küste befinden sich drei kleine Inseln, zu denen ihr schwimmen oder euch mit einem Boot übersetzen lassen könnt.

Überrascht war ich auch von dem guten italienischen Essen, das in vielen Restaurants gezaubert wird. Die Pizza kommt saftig belegt aus dem traditionellen Steinofen und die Pasta kann auch locker mit der original Italienischen mithalten. Italienische Einflüsse werdet ihr in Albanien immer wieder und nicht nur beim Essen wiederfinden. Traut euch aber ruhig auch an die typisch albanische Küche heran. Diese ist meist etwas deftiger, aber wirklich sehr lecker! Natürlich darf dann der Raki nach dem Essen nicht fehlen! Die Preise in den Bars und Restaurants sind ein enormer Pluspunkt für einen Urlaub in Albanien, für ein Abendessen mit Getränken für zwei Personen zahlt man nie mehr als 15€.

Die antike Stätte Butrint

Besonders beliebt bei Tagestouristen ist der Nationalpark Butrint, der sich unweit von Ksamil befindet. Hier könnt ihr die antike Stätte Butrint bestaunen, eine Ruinenstadt inmitten alter Bäume, die Zeuge verschiedener Kulturen wie die der alten Römer und Griechen, aber auch der Osmanen wurde. Die Spuren dieser Kulturen kann man noch heute in Butrint finden. In den 1990er Jahren wurde die Ruinenstadt, die zu einer der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Albaniens gehört, von der UNESCO zum Weltkulturerbe erhoben.

Besucht das UNESCO Weltkulturerbe

Ich empfehle euch, die Stätte am frühen Nachmittag zu besuchen, denn dann sind die Heerscharen von Touristen bereits abgereist und ihr könnt die Highlights, wie das gut erhaltene Amphitheater, in aller Ruhe besichtigen. Anreisen könnt ihr zum Beispiel mit dem gleichen Bus, der auch nach Ksamil fährt, denn dieser verkehrt einmal in der Stunde zwischen Saranda und Butrint. Der Eintritt kostet 700 Lek, knapp 5€, und dient dem Erhalt dieser einmaligen Stätte.

 

Gjirokaster – Die Stadt der Tausend Stufen

Ebenfalls sehenswert ist die Stadt Gjirokaster, die als das kulturelle Zentrum Albaniens gilt. Die Stadt der Steine und tausend Stufen, wie Gjirokaster auch genannt wird, zeichnet sich vor allen Dingen durch ihre kleinen Häuser mit pyramidenförmigen Dächern in der Altstadt aus. Nehmt auf jeden Fall die kurze Anstrengung auf euch und lauft den steilen Weg hoch zur alten Burg von Gjirokaster, die unter anderem die Nazis während des zweiten Weltkrieges als Festungsanlage nutzten. Verschiedene Kanonen und ein altes Flugzeugwrack erinnern an kriegerische Zeiten, der Ausblick, den ihr hier genießen könnt, ist aber ganz friedlich und wirklich atemberaubend.

Der Ausblick auf die Stadt ist atemberaubend!

Wenn ihr etwas über die albanische Geschichte erfahren möchtet, könnt ihr hier im Anschluss noch das ethnografische Museum besichtigen. Neben der Burg und den Museen gibt es in der Stadt außerdem alte Moscheen zu bestaunen, die noch aus der Zeit der Osmanen stammen. Noch heute sind rund die Hälfte der Albaner gläubige Muslime, das friedliche Zusammenleben mit anderen Religionen und das Trinken von Alkohol (besonders Raki) ist für die Einwohner aber überhaupt kein Problem.

Berat – Die Stadt der Tausend Fenster

Nicht weniger interessant ist auch die Stadt Berat, die eine der ältesten Städte Albaniens ist und mit ihren historischen Häusern einen wirklich tollen Anblick bietet. Dank der vielen kleinen typisch osmanischen Häuser trägt die Stadt übrigens den Beinamen „Stadt der tausend Fenster“, bei einem Blick auf die Kulisse des ehemals rein muslimischen Stadtviertels Mangalem erklärt sich der Name von selbst.

Die Stadt der Tausend Fenster

Touristischer Anzugspunkt der Stadt ist aber das Burgviertel von Berat. Die Burgfestung, die über den Hausdächern der Stadt prangt, ist das Wahrzeichen der Stadt. Auf dem Burgareal können verschiedene Kirchen und die Ruinen von Moscheen besichtigt werden. Wen das nicht interessiert, der genießt am besten einfach den tollen Ausblick über die Stadt Berat.

 

Albaniens lebendige Hauptstadt Tirana

Verbringt ihr euren Urlaub in Albanien, kommt ihr an der Hauptstadt Tirana kaum vorbei. Im Westen des Landes gelegen kann die Stadt zum Beispiel sowohl Ausgangs- als auch Endpunkt eurer Reise sein. Konntet ihr an der Albanischen Riviera menschenleere Strände genießen, erwartet euch in Tirana ein wahres Kontrastprogramm mit kulturellen Highlights und einem lebendigen, modernen Alltagsleben.

Das Herz von Albanien

Unbedingt sehenswert ist hier das Historische Nationalmuseum, in dem ihr euch über die albanische Geschichte und Kultur informieren könnt. In diesem Museum erfahrt ihr auch einiges über den Nationalhelden Skanderbeg, der in Tirana allgegenwärtig scheint. Sogar der zentrale Platz der Hauptstadt, der sich direkt vor dem Museum befindet, trägt seinen Namen und wird von einer großen Statue des Helden geziert. Schlendert ein wenig über den Platz und stattet dann unbedingt der prachtvollen Et’hem-Bey-Moschee einen Besuch ab. Der Sakralbau kann bei Interesse auch von Innen besichtigt werden.

 

Kultur

Architektur

Das kommunistische Regime in Albanien kümmerte sich nicht immer um die besonderen architektonischen Aspekte der vielen Städte des Landes. Genügend charakteristische Gebäude wie Kirchen, Moscheen oder Stadtvillen überstanden diese Zeit nicht. Berat und Gjirokaster sind zwei der am besten erhaltenen Städte, die die besondere Architektur Albaniens repräsentieren. Diese beiden Städte unterliegen dem Schutz der UNESCO.

Traditionelle Kleidung

Die albanischen Volkstrachten unterscheiden sich von Region zu Region. Die Fustanella (Faltenrock für Männer) ist wohl das berühmteste und meist verbreitete Kleidungsstück für Männer. Er ähnelt dem Rock, den die Griechen tragen.
Im Norden passt sich die die Kleidung klimabedingt an kälteres Wetter an und fällt viel dicker aus. Die Frauen des Nordens tragen ein sehr spezielles Kleid mit Glockenrock, der bis zu 15 kg wiegen kann, den Xhubleta. Dieses Kleidungsstück wird bis heute von Generation zu Generation weitergereicht. Der Qeleshe ist eine Kopfbedeckung für den Mann und wird im ganzen Land getragen. Es handelt sich um eine weiße Filzkappe für Männer mit runder oder gedrückter Spitze und wird auch in Kosovo benutzt.
Für Albaner sind Volkstrachten nicht nur Kostüme, die man ab und zu trägt, sondern auch eine Frage des Stolzes.
Die Volkslieder sind Teil der albanischen Folklore. Die Lieder des Nordens werden meistens Helden gewidmet und werden von einem charakteristischen albanischen Instrument begleitet, der Lahuta, einer einsaitigen Fidel.
Im Süden gibt es die Polifoni, eine Musikform, die von der UNESCO zum Schutz der kulturellen Vielfalt aufegnommen wurde. Sie ähnelt den Liedern von Korsika und Sardinien.

Text: urlaubsguu.de; ecotouralbania.com
Bilder: Pixabay.com

Amtssprache:
Albanisch
Hauptstadt:
Tirana
Fläche:
28.748 m²
Einwohner:
2.9 Millionen (2017)
Währung:
Albanischer Lek
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